Nur 100%
Nach Emersacker zum letzten Wettkampftag konnte unser Quintett ja bereits jubelnd anreisen, dennoch nahm man sich gegen Wullenstetten noch ordentlich was vor. Während Alexander Römming diesmal ausfiel, durfte auf Position 5 einer der jungen Wilden antreten. Johannes Dörle brachte bei seinem Einstand gleich mal alle zum Staunen, außer seinen Kontrahenten, Kiener Stefan, der durfte schwitzen. Denn nachdem die beiden in der ersten Serie auf Augenhöhe starteten, schoss unser Johannes konstant weiter, während Stefan (340 Ringe) das Level nicht ganz halten konnte. Schließlich durfte unser aufstrebender Pistolero mit hervorragenden 353 Ringen seinen ersten Erfolg in der Schwabenliga zusammen mit den Großen feiern. In Paarung 4 trat Ronny Vogel an. Nachdem man mittlerweile die Bayerliga am Ende des Tunnels erkennen könnte, fasste Ronny den Anreiz und trainiert nun wieder fleißig mit der Luftpistole. Dies zeigte er gleich an diesem Sonntag, indem er Hieber Manuel, der mit starken 361 Ringen seinen Siegeswillen zeigte, fette 367 Ringe vorsetzte. Paarung 2 ging diesmal etwas unter, denn Stefan Gandenheimer war in seiner vollen Euphorie nicht mehr auf Schießen eingestellt, sodass seine Ausrüstung sich zu Hause wohler fühlte. Ohne Brille und mit fremder Pistole erreichte Stefan dennoch beachtliche 353 Ringe, blieb jedoch gegen Flucke Michael (355 Ringe) punktlos. Julian Miehlich, der auf der Spitzenposition heuer für einige Mannschaftserfolge mit der Hauptverantwortliche war, musste gegen Koch Kilian seine ungeschlagene Serie beenden. Mit dem Startkommando begegneten sich die beiden auf höchstem Niveau, was 15 Schüsse lang anhielt. Doch dann ging Julian die Kraft aus, um da mithalten zu können, sodass er gegen Ende nur noch für Ergebniskosmetik sorgen konnte und ordentliche 364 Ringe ins Ziel brachte. Koch Kilian erlebte es auch als ein kräftezehrendes Duell, konnte sich jedoch mit 371 Ringen meisterlich zeigen. Folglich hing die Entscheidung diesmal an Position 3, die Mannschaftsführer Christian Bäsche besetzte. Wiedemann Ulrich kam am Vormittag noch nicht in Fahrt, wodurch er glatte 350 Ringe vorlegte und damit eigentlich ein Friedensangebot stellte. Dennoch tat sich unser Mannschaftsführer ebenfalls schwer seine Leistung abzurufen. Als er aber gegen Ende doch noch die nötigen Treffer erzielte, konnte Christian ganz stolz von seinen 351 Ringen erzählen, die – auch wenn sie das schlechteste Einzelergebnis der Mannschaft darstellten – den wichtigen Einzelpunkt für einen weiteren 3:2-Erfolg behaupteten.
Während einer langen Mittagspause wuchs der Fanclub weiter an, denn da unser Quintett so eine hervorragende Saison schießen konnte, durfte sich am letzten Nachmittag die B-Mannschaft einmal in das Geschehen einfühlen.
So wurde um Mannschaftsführer Christian eine in der Liga unbekannte Truppe ins letzte Rennen gegen Gastgeber Zusamzell geschickt. Mayr Josef deklassierte allerdings unseren Christian auf der Position 1, denn während der Schretzheimer mit 356 Ringen den Stand verließ, nutzte Josef die volle Zeit, um nochmal tolle 372 Ringe zum Besten zu geben. Paarung 2 war für Maximilian Wohlmann bestimmt. Er konnte der gesundheitlich angeschlagenen Kallenbach Bianca wirklich lange Paroli bieten, aber schließlich ging der Einzelpunkt mit dennoch tollen 353:360 Ringen an Zusamzell. Gegen Albrecht Thomas (355 Ringe) zog unser Gerhard Graf das Los. Er zielte zwar etwas zittrig, erreichte aber dennoch ordentliche 344 Ringe, mit denen er selbst nicht wirklich zufrieden war. Mit einer verjährten Quote stellte sich mal wieder Stefan Bäsche an den Stand. Unser Vorstand schaffte es vor geraumer Zeit, einmal in der Schwabenliga auszuhelfen und konnte tatsächlich mit 311:310 Ringen seinen Erfolg feiern. Von diesen 100% (Einmalig angetreten und dieses Duell auch gewonnen) erzählte er gerne, doch als „Lorbeeren“ für den Erfolg unseres LP-Quintetts opferte er nun diese Quote. Stefan erreichte auch an diesem Tag die sagenumwobenen 311 Ringe, jedoch gab Dietrich Bernd 353 Ringe auf Position 4 als Vorlage, wodurch an Zusamzell bereits der vierte Einzelpunkt spendiert wurde. Doch Johannes Dörle war nicht zu Scherzen aufgelegt und knallte nach einem etwas verunsicherten Start erneut tolle Serien in den Zählerkasten, sodass er schon bald mit hervorragenden 354 Ringen in Paarung 5 vom Stand ging. Da die Gastgeber einen weiteren gesundheitlichen Ausfall hatten, trat Glenk Werner gegen unseren jungen Pistolero an. Er konnte sich aber nur von hinten an Johannes herantasten und blieb bei 352 Ringen stehen, sodass unser Nachkömmling seinen Ersteinsatz in der Schwabenliga mit 100% (2 Wettkämpfe angetreten und beide gewonnen) feiern durfte. — Wir wünschen allen die es auf Seiten Zusamzell brauchen können: Gute Besserung und schnelle Genesung!
Am 15. März darf sich unser Quintett mit dem Sieger der Süd-Gruppe, Osterberg, um den großen Meistertitel duellieren: Daumendrücken ist angesagt!
