RWK 2026 – LG1 – Runde 6

Ein leichtes straucheln

Die Fahrt nach Offingen stellte den Auftakt zur Rückrunde dar. Man wusste, dass es ein enges Aufeinandertreffen wird, besonders da Lea Endres für unsere Mannschaft diesmal ausfiel. Aufgrund weniger Schießstände wurde auf zwei Durchgänge geschossen, was für beide Fanclubs nur noch mehr Spannung bedeutete. Den Start machten Paarung 2 und 4. Bei letzterer sah es leider schon früh nach einer Niederlage aus. Unsere Selin schoss auf konstantem Weg ordentliche 375 Ringe – mit denen sie selbst nicht wirklich zufrieden war – aber die junge, aufstrebende Brezger Lucie überrollte sie förmlich und kam erst bei phänomenalen 388 Ringen zum Stehen. Auch Florian Miehlich wurde von Pfäffle Armin gleich zu Beginn in Rückstand versetzt. Während der Offinger bald schon mit 379 Ringen vom Stand ging, bemühte sich unser Mannschaftsführer hinterher zu ackern. Tatsächlich passierte es, dass Florian mit einer starken 99er-Serie dieses Duell drehen und mit 383 Ringen einen Einzelpunkt erobern konnte. Somit war für den fortlaufenden Wettkampf mit 1:1 alles offen. Lisa Schweizer erzielte in Paarung 3 konstant starke Serien, konnte aber gegen Schedel Emma nicht genügend Druck ausüben, sodass bei tollen 383:379 Ringen dieser Einzelpunkt ebenfalls an die Gastgeber ging. Auf der Spitzenposition durfte Rainer Häusler gegen Olah Katja antreten. Eine gewisse Unruhe war beiden anzumerken, als es dann aber losging, übernahm Katja die Führung. Doch plötzlich – quasi aus dem Nichts – zimmerte Rainer eine erstklassige 100 in den Zählerkasten, wodurch er vorne lag. Rainer kämpfte gegen seine Nerven, um das gelbe Licht auf seinem Monitor zu halten, jedoch mit einer abschließenden 8 öffnete er seiner Kontrahentin nochmals die Tore. Bei guten 385:384 Ringen, die nach bemerkenswerten 40 Schüssen voller Spannung dastanden, ging dieser Einzelpunkt schließlich an Olah Katja, womit der Sieger bereits entschieden war. Doch auf Position 5 ließ Göhler Philip unsere Susanne Wurm ganz schön zappeln, denn sie wünschte sich, nachziehen zu dürfen, was der Offinger aber an diesem Abend nicht zuließ. So beendete Philip den Wettkampf mit 381 Ringen, während Susanne mit 371 Ringen für sich noch einen akzeptablen Abschluss fand. Doch ist diese Erfahrung, auf „Zwang“ vorlegen zu müssen, für alle kommenden Mann-gegen-Mann-Wettkämpfe wirklich Gold wert!

Nun durfte man mit einer 4:1 Niederlage [1916:1892 Ringe] noch eine tolle Gastfreundschaft genießen, bis man die Heimreise antrat. Zwar hat Schretzheim immer noch den Aufsteigerplatz der Tabelle in der Hand, doch kamen die direkten Verfolger, nämlich Offingen, gefährlich nahe, sodass unsere Mannschaft aktuell nur noch aufgrund den gewonnen Einzelpunkten an der Spitze steht. Somit steigt die Spannung für kommende Runden nochmal deutlich an!

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